Wie man Ärztinnen und Ärzte gewinnt
Das passende ärztliche Personal finden und die Besten möglichst lange halten: Das sind die Ziele von Personalverantwortlichen in Kliniken, Praxen und Medizinischen Versorgungszentren. Wie das gelingen kann, wissen die Recruiting-Experten von ÄRZTESTELLEN, dem Stellenmarkt des Deutschen Ärzteblattes.

Ärztebarometer: Jobsuche und Karriere 2025
Dabei wird das operative Wissen des Teams rund um Marcus Lang und Konstantin Degner aus dem Bereich Recruiting Solutions im Deutschen Ärzteverlag jetzt mit Zahlen, Daten, Fakten aus der aktuellen Studie „Ärztebarometer: Jobsuche und Karriere 2025“ untermauert. Im Rahmen der Erhebung wurden in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Institut für Presseforschung und Publikumsanalysen (WIP) mehr als 3.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte befragt sowie mehr als 800 Stellenanzeigen von ärztstellen.de analysiert.
Zentrales Ergebnis: Rund 80 Prozent der Medizinerinnen und Mediziner sind grundsätzlich offen für eine neue Stelle – doch Wunsch und Wirklichkeit liegen beim Thema Stellenanzeigen teils weit auseinander.

Wo suchen Ärztinnen und Ärzte nach Jobs?
An der Spitze liegen hier mit 78,4 Prozent medizinische Fachzeitschriften, dahinter folgen mit 68,3 Prozent Online-Jobbörsen. Dabei zeigt die Studie: Je höher die Qualifikation, desto wichtiger ist die gedruckte Stellenanzeige. Besonders beliebt sind dabei der Stellenmarkt der Printausgabe des Deutschen Ärzteblattes (89 Prozent) und der Online-Stellenmarkt ärztestellen.de (78,2 Prozent). Aber auch persönliche Kontakte oder Klinik-Webseiten werden häufig konsultiert. Soziale Netzwerke spielen mit 30,7 Prozent derzeit eine nachrangige Rolle auf der Suche nach Stellenangeboten. Was die Zahlen deutlich belegen: Die größten Erfolgsaussichten haben Stellenanzeigen, die im Medienmix – also sowohl im Print als auch online – veröffentlicht werden.
Diese Kanäle nutzen Ärztinnen und Ärzte häufig bei der Stellensuche:

Was suchen Ärztinnen und Ärzte?
Die Attraktivität einer Arbeitsstelle bemisst sich der Studie zufolge vor allem anhand folgender Kriterien:
- Ein gutes Arbeitsklima ist für 82 Prozent der Befragten sehr wichtig.
- Die Vereinbarkeit mit Familie und Freizeit folgt mit 61,4 Prozent an zweiter Stelle.
Dieser Faktor ist vor allem für Frauen enorm wichtig (67,8 Prozent). In Zeiten, in denen der medizinische Nachwuchs überwiegend weiblich ist, wird dieses Kriterium in Zukunft weiter an Gewicht gewinnen. - Das Thema Arbeitszeiten ist für 54,6 Prozent der Studienteilnehmer sehr relevant.
- Arbeitsinhalte stehen mit 54,6 Prozent auf Platz 4.
- Erst an fünfter Stelle (mit 48,5 Prozent) werden Gehalt und Zusatzleistungen genannt, wenn es um die Attraktivität einer Stelle geht.
Diese „Big Five“ sind gemäß der Studie die zentralen Faktoren für zufriedene Ärztinnen und Ärzte. Umso wichtiger ist es, dass Stellenanzeigen direkt Auskunft darüber geben, wie es um ebendiese Kriterien in der ausgeschriebenen Stelle bestellt ist. In der Realität jedoch vermissen viele Ärztinnen und Ärzte Angaben zu den „Big Five“, wie die Erhebung „Ärztebarometer: Jobsuche & Karriere 2025“ ergeben hat.

Klartext fehlt
In aktuellen Stellenanzeigen fehlen 58 Prozent der Befragten Angaben zu Arbeitszeiten und Arbeitsmodellen. Wie die Analyse der auf ärztestellen.de veröffentlichten Stellenanzeigen zeigt, gibt es in weniger als der Hälfte (47,2 Prozent) aller Jobofferten Hinweise auf Teilzeitangebote. Nur knapp 11 Prozent der Anzeigen gehen auf die Frage nach der Vereinbarkeit der Arbeit mit Familie und Freizeit ein, meist im Kontext von Work-Life-Balance, Familienfreundlichkeit oder flexiblen Dienstplänen.
Auch das Thema Gehalt wird zumeist intransparent kommuniziert: 69,3 Prozent der befragten Ärztinnen und Ärzte wünschen sich konkrete Gehaltsangaben in Stellenanzeigen und betrachten dies als wesentlichen Anreiz für eine Bewerbung.
Wie bewerben sich Ärztinnen und Ärzte?
Ärztinnen und Ärzte haben einen sehr herausfordernden Job – und daher oft keine Zeit für aufwändige Bewerbungsprozesse. Wie die Studie „Ärztebarometer: Jobsuche & Karriere 2025“ ermittelt, finden fast die Hälfte der Befragten (44,8 Prozent) kaum Zeit für das Verfassen einer Bewerbung. Dabei stellt das oft obligatorische Anschreiben eine besonders hohe Hürde dar. Mehr als die Hälfte der befragten Ärztinnen und Ärzte (50,6 Prozent) würde sich eher auf eine Stelle bewerben, wenn kein Anschreiben erforderlich wäre.
„Ein schlanker Bewerbungsprozess, ein durchdachtes Bewerbermanagementsystem, schnelles Feedback auf Bewerbungen – das sind Faktoren, die über eine erfolgreiche Stellenbesetzung entscheiden können. Hier beraten wir vom ÄRZTESTELLEN-Team unsere Kunden, wie sie ihre Strukturen so optimieren können, dass sich Ärztinnen und Ärzte gern bewerben“, so Degner.
Insiderwissen Recruiting
Im Podcast „Bis der Arzt kommt“ verraten Konstantin und seine Kolleginnen und Kollegen vom Deutschen Ärzteverlag ihre besten Tipps und Tricks rund um den ärztlichen Stellenmarkt und ein erfolgreiches Recruiting.

Fazit
„Aus den Studienergebnissen lassen sich wichtige Erkenntnisse für erfolgreiches Recruiting ableiten“, erklärt dazu Konstantin Degner, Senior Expert Business Development & Market aus dem Team Recruiting Solutions des Deutschen Ärzteverlages. „Mehr Transparenz in den Stellenanzeigen – vor allem zu den Themen Arbeitszeit, Vereinbarkeit mit Familie und Freizeit sowie Gehalt; eine glaubwürdige Arbeitgebermarke – von der Stellenanzeige über den Onboarding-Prozess bis in den Arbeitsalltag hinein; vereinfachte Bewerbungsverfahren und womöglich der Verzicht auf Anschreiben; schlanke, effiziente Bewerbungsprozesse mit schnellen Rückmeldungen auf Bewerbungen – und allgemein eine durchdachte Gestaltung der Stellenanzeige: all das sind Faktoren, die letztlich dazu beitragen, das passende ärztliche Personal zu finden und die Besten möglichst lange zu halten. Wie das am besten gelingt? Dazu beraten wir – das ÄRZTESTELLEN-Team – die Personalverantwortlichen im Gesundheitswesen auf Basis unseres umfangreichen Zielgruppenverständnisses und der aktuellen Studienergebnisse umfassend.“







