Alle 50 Minuten ein Zitat

Bemerkenswert ist zudem die Gesamtzahl von 10.470 Zitaten im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht das einer Steigerung um rund 1.000 Zitate. Rein rechnerisch wurde damit im Jahr 2025 etwa alle 50 Minuten ein wissenschaftlicher Beitrag aus dem Deutschen Ärzteblatt zitiert.

Dazu sagt Joachim Herbst, Geschäftsführer des Deutschen Ärzteverlages: „Diese Zahlen machen deutlich, wie stark die medizinischen Inhalte des Deutschen Ärzteblattes auch in der Wissenschaft wahrgenommen werden. Sie sind zugleich Ausdruck der kontinuierlichen redaktionellen Arbeit, der medizinisch-wissenschaftlichen Expertise und der hohen Sorgfalt, mit der die Beiträge erstellt, geprüft und veröffentlicht werden.“

Säulendiagramm, das die Entwicklung des Impact-Faktors des Deutschen Ärzteblattes darstellt.

Impact-Faktor als wichtige, aber schwankende Kennzahl

Der Impact-Faktor ist eine der weltweit bekanntesten Kennzahlen für wissenschaftliche Fachzeitschriften. Er gibt an, wie häufig die in einer Zeitschrift veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten von anderen Forschenden zitiert werden. Je häufiger Beiträge in der wissenschaftlichen Literatur aufgegriffen werden, desto größer ist ihre Sichtbarkeit und ihr Einfluss innerhalb des jeweiligen Fachgebiets.

Gleichzeitig ist der Impact-Faktor immer eine Momentaufnahme. Er wird Jahr für Jahr neu ermittelt und kann naturgemäß Schwankungen unterliegen. Deshalb ist neben dem jeweils aktuellen Wert vor allem die Entwicklung über einen längeren Zeitraum aussagekräftig.

Langfristig positive Entwicklung

Prof. Dr. med. Christopher Baethge, Schriftleiter der Medizinisch Wissenschaftlichen Redaktion des Deutschen Ärzteblattes, bilanziert: „Besonders erfreulich ist die langfristige Entwicklung des Deutschen Ärzteblattes: Seit der erstmaligen Erhebung seines Impact-Faktors vor 16 Jahren zeigt der Trend nach oben. Diese nachhaltige Entwicklung ist besonders bedeutsam, weil sie zeigt, dass die aktuelle Platzierung nicht nur ein einzelner Ausschlag nach oben ist, sondern Teil einer über viele Jahre gewachsenen wissenschaftlichen Sichtbarkeit.“

Auch im internationalen Vergleich konnte das Deutsche Ärzteblatt seine Position im Journal Citation Report weiter festigen: Mit Platz 21 von 336 Zeitschriften in der Kategorie „Medicine, General and Internal“ liegt es auf dem 94. Prozentrang seines Fachgebiets. Damit gehört das Deutsche Ärzteblatt international zu den führenden generalistischen medizinischen Fachzeitschriften.

Generalist mit besonderem Profil

Besonders bemerkenswert ist diese Platzierung auch im Hinblick auf das Profil des Deutschen Ärzteblattes, das als interdisziplinärer und klinisch orientierter Titel ein breites medizinisches Spektrum abbildet. Dazu gehören auch Fächer, in denen Impact-Faktoren traditionell niedriger ausfallen. Zudem erfüllt das Deutsche Ärzteblatt mit der Veröffentlichung von CME-Beiträgen einen wichtigen Fortbildungsauftrag: Allerdings werden CME-Beiträge erfahrungsgemäß seltener zitiert als originäre Forschungsarbeiten.

International sichtbar und wissenschaftlich relevant

„Die aktuellen Journal-Metriken zeigen damit zweierlei: Das Deutsche Ärzteblatt behauptet seine Spitzenposition im deutschsprachigen Bereich und ist zugleich auch international als generalistischer medizinischer Fachtitel sichtbar und wissenschaftlich relevant“, fasst Michael Schmedt, Chefredakteur des Deutschen Ärzteblattes, zusammen.

Deutsches Ärzteblatt

Das Deutsche Ärzteblatt ist der mit Abstand meistgelesene Titel der gesamten medizinischen Fachpresse in Deutschland – im Print und digital. Dabei erreicht das Deutsche Ärzteblatt als einziger Titel alle berufstätigen Ärztinnen und Ärzte: niedergelassen in eigener Praxis, angestellt in Klinik oder MVZ oder in Behörden und Gesundheitsorganisationen tätig. Das Deutsche Ärzteblatt ist auch das deutschsprachige Fachmagazin mit dem höchsten Impact-Faktor im Bereich Medizin.

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Michael Schmedt
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