Deutscher Ärzteverlag lädt ZZI-Redaktion zum „Meet and Greet“ ein

16.08.2018

Wie lässt sich eine wissenschaftliche Publikation fit für die Zukunft machen? Darüber diskutierte die Redaktion der Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie (ZZI) am ersten Dienstag im August im Deutschen Ärzteverlag. Bei dem „Meet and Greet“ standen die konkrete Planung der Hefte für 2019 sowie die Weiterentwicklung der Publikation insgesamt im Mittelpunkt – es gab aber auch viel Zeit für den persönlichen Austausch.

Die ZZI hat ihren großen Relaunch schon hinter sich: Seit Ende 2017 ist sie optisch und inhaltlich moderner und hat sich stärker hin zu einer Mitgliederzeitschrift der DGI entwickelt. Nach diesem ersten Schritt müsse es nun aber weitergehen, erklärte Chefredakteur Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas – beim Treffen im Deutschen Ärzteverlag wurde deshalb auch die künftige Entwicklung der Publikation diskutiert: „Es ist uns gelungen, junge Leute dazu zu motivieren, an der ZZI mitzuschreiben – das freut mich sehr. Jetzt geht es darum, moderne Themen wie beispielsweise digitale Zahnmedizin abzubilden. Praktiker sollen in der ZZI ganz heiße Themen entdecken können – außerdem soll es wissenschaftliche Kontroversen geben, die man woanders vielleicht gar nicht findet.“

Vor allem die jungen Neumitglieder der ZZI-Redaktion liefern viel frischen Input. Dazu gehört unter anderem die Schriftleiterin für den Bereich Digitales, Dr. Sonia Mansour M.Sc., die sich für ein moderneres Konzept bei der Einbindung von Behandlungsbildern aussprach: „Die meisten Zahnärzte sind Praktiker und wollen neue Methoden oder Materialien kennen lernen. Aber sie wollen darüber nicht in erster Linie lesen, sondern sehen, wie die praktische Anwendung funktioniert. Und das ist ohne Behandlungsbilder eigentlich gar nicht möglich. Mit Bildern lässt sich vieles besser auf den Punkt bringen – dafür braucht man im Text dann vielleicht zehn Sätze, um es genau zu beschreiben“.

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Im Fokus der Gespräche stand unter anderem auch die Frage, wie sich Autoren besser motivieren lassen, Texte zur ZZI beizusteuern. PD Dr. Jeremias Hey, Schriftleiter für den Bereich Prothetik, erklärte, viele Zahnärzte seien begeistert von ihrem Beruf und mit Leidenschaft bei der Sache: „Viele Kollegen haben etwas Interessantes mitzuteilen – und das sollten sie auch tun. Denn wenn ich über meine Arbeit berichte, hilft mir das selbst, mich zu reflektieren und noch ein Stückchen besser zu werden. Und anderen hilft es auch – das ist schon eine große Motivation“. Gleichzeitig könne auch die DGI weitere Anreize für Autoren schaffen – beispielsweise durch freien Eintritt zu Veranstaltungen wie dem DGI-Kongress.

Die ZZI will praxisnahe Informationen mit wissenschaftlichen Hintergründen verbinden – für Prof. Dr. Dr. Christian Walter, Schriftleiter für den Bereich Chirurgie, ist das kein Widerspruch: „Alles, was wir in der Praxis durchführen, bedarf einer wissenschaftlichen Basis – und auf dieser Grundlage können wir die Patienten hochqualitativ versorgen. Jede Therapieoption sollte wissenschaftlich fundiert sein – das lässt sich also sehr gut unter einen Hut bringen. Wir müssen den Leser der ZZI mehr mit einbeziehen – das heißt aber nicht, dass wir die Wissenschaftlichkeit verlieren.“

Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer am Ende der Redaktionssitzung sehr zufrieden – zum Beispiel Gabriele Schubert, die als Redakteurin des Deutschen Ärzteverlags die Arbeit der ZZI-Redaktion koordiniert: „Ich habe gemerkt, dass das neue Team der ZZI einfach fantastisch ist. Alle haben super mitgearbeitet – wir haben konstruktive Ideen gesammelt und das ganze nächste Jahr durchgeplant. Ich bin sehr zufrieden und ich hoffe, das geht auch weiter so.“

Neben der inhaltlichen Arbeit an der Weiterentwicklung der ZZI wurde beim „Meet and Greet“ im Deutschen Ärzteverlag aber auch viel gelacht: Unter anderem durften sich die Mitglieder der ZZI-Redaktion im Filmstudio selbst als Reporter versuchen und sich gegenseitig interviewen. Zum Abschluss gab es Cocktails auf der Dachterrasse – bei tropischen Temperaturen von fast 40 Grad am bislang heißesten Tag des Jahres.

Die ZZI ist die auflagenstärkste Zeitschrift auf dem Gebiet der Implantologie im deutschsprachigen Raum – sie wird seit 2001 verlegerisch vom Deutschen Ärzteverlag betreut. Die ZZI ist das Mitgliederorgan der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) und seit 2005 auch das der Österreichischen Gesellschaft für Implantologie (ÖGI). In der ZZI erscheinen Beiträge aus der Wissenschaft als Review, für den implantologisch tätigen Zahnarzt werden Praxisfälle anschaulich aufbereitet, im Pro&Kontra sollen die Leser zu kontroversen Diskussionen angeregt werden und in den DGI-Nachrichten wird über die wichtigsten Aktivitäten aus der Fachgesellschaft berichtet.