„Von der Vielfältigkeit meiner Tätigkeiten bin ich begeistert.“

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

Worum geht es in Ihrem Job?

Oh, das ist nicht mit einem Satz erzählt: Seit dem Jahr 2000 arbeite ich als Redakteurin beim Deutschen Ärzteblatt im Berliner Hauptstadtbüro. Dementsprechend bunt und vielfältig sind meine Tätigkeiten. Aufgrund der Nähe zur Gesund­heits­politik, also zu Bundestag, Bundesgesundheits- und Bundes­for­schungs­ministerium sowie zur Bundes­presse­konferenz, aber auch zu den Sitzen unserer Herausgeber, der Bundes­ärzte­kammer und der Kassenärztlichen Bundes­ver­ei­nigung, ist mein Termin­ka­lender fast täglich gut gefüllt: Presse­kon­fe­renzen, Bundes­­tags­­an­hörungen und -debatten, Tagungen und Kongresse stehen regelmäßig an, manchmal auch Parlamentarische Abende und Empfänge. Innerhalb von wenigen Stunden nach solch einem Termin schreibe ich meist eine Nachricht für den Online-Auftritt des Deutschen Ärzteblattes. Für das wöchentlich erscheinende Heft verfasse ich zudem längere Hintergrundberichte, Interviews und Reportagen, aber auch Kommentare, Nachrichten, Personalien, Glossen. Meine Schwer­punkte in der Redaktion sind medizinische und medizin-ethische Themen, die Hochschul- und Forschungspolitik sowie die Ausbildung von Medizinstudierenden.

Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

Im Zusammenhang mit dem medizinischen Nachwuchs hängt mein Herz zudem besonders an der Zeitschrift „Deutsches Ärzteblatt Medizin Studieren“, die ich von der inhaltlichen Planung, über die Gewinnung von Autoren und das Verfassen von eigenen Beiträgen bis zum fertigen Layout betreue. „Deutsches Ärzteblatt Medizin Studieren“ erscheint zweimal pro Semester, also viermal pro Jahr, und wird an allen 36 Fakultäten in Deutschland und in den Lehmanns Buchläden verteilt.

Involviert bin ich als Moderatorin aber auch mit viel Freude in die Konzeption und Gestaltung der Kongresse „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzteblattes. Sie finden mittlerweile jedes Jahr an sechs verschiedenen Hochschulstandorten in Deutschland statt und informieren den Nachwuchs gezielt über Karrieremöglichkeiten als Arzt/Ärztin in Deutschland.

Was begeistert Sie in Ihrem Job am meisten?

Begeistert bin ich vor allem von der Vielfältigkeit meiner Tätigkeiten und der Schnelligkeit der Arbeit. Lange Atempausen oder gar Langeweile gibt es nie! Ständig kommen neue Termine rein; manchmal werden von Ministerien oder vom Bundestag innerhalb von Stunden Pressekonferenzen anberaumt, die man besucht und über die man dann sofort berichtet. Toll ist es auch, dass man dabei zu vielen verschiedenen Menschen Kontakt bekommt und pflegt: zu Ärztinnen und Ärzten, Forschern und Wissenschaftlern, Vertretern ärztlicher Standes­or­ga­ni­sa­ti­onen und anderer Gesund­heits­berufe sowie zu Politikern und Studie­renden. Ich schreibe in verschiedenen Formaten, recherchiere, redigiere, interviewe, konzipiere, organisiere, moderiere und layoute gemeinsam mit Grafikern. Das Schönste ist es jedoch, ein druckfrisches „Deutsches Ärzteblatt“ oder ein „Medizin Studieren“ durchzublättern und zu wissen: Die Arbeit hat sich gelohnt!

Wie sah Ihr bisheriger Werdegang aus?

Auch der war – wie meine derzeitigen Tätigkeiten – bunt und vielfältig: Studiert habe ich an der Universität Leipzig parallel Medizin, Journalistik und Theaterwissenschaft. Da ich ursprünglich Kinder­ärztin werden wollte, habe ich auf verschiedenen pädiatrischen Stationen in Kranken­häusern in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA gearbeitet. Einen Teil meines Praktischen Jahres habe ich an der Tulane University in New Orleans (Louisiana, USA) absolviert.

Während meiner Studienzeit hatte ich aber auch verschiedene kleinere Jobs: Ich war Pflegerin auf einer Frühgeborenen-Station, Regieassistentin am Theater, freie Mitarbeiterin beim Sächsischen sowie Deutschen Ärzteblatt und habe kleine Beiträge für das mdr-Fernsehen gedreht.

Meine jetzige Tätigkeit beim Deutschen Ärzteblatt bietet mir die Möglichkeit, Medizin und Journalistik optimal miteinander zu verbinden.