Wolfram Wermke
Sonographische Differenzialdiagnose
Leberkrankheiten

Rezension(en) zu diesem Titel:

Hier werden in solider Art und Weise Leberveränderungen kompetent und nachvollziehbar erklärt. Natürlich sind die farbkodierten Bilder oder die Kontrastmitteluntersuchungen jenseits der hausärztlichen Welt, aber alleine die 60 Seiten über herdförmige Leberbefunde bringen eine solche Vertiefung des Wissens auch für den routinierten Sonografeur, dass der Kauf des Buches auch für den lohnt, der seit langen Jahren mit Routine seine Sonografie betreibt und nicht betriebsblind werden möchte.

Dr. Gerhard Bawidamann, in: Der Allgemeinarzt 13/2009, S. 68


"Lebenswerk des Autors

Das mit Spannung erwartete Werk liegt nun vor. Mehr als 2200 berauschend schöne Abbildungen in acht großen Kapiteln lassen differenzialdiagnostisch nichts offen, was man im Laufe eines langen klinischen Lebens finden kann. Der Untertitel Lehrbuch ist untertrieben, handelt es sich doch eher um eine Enzyklopädie praktisch aller verfügbarer sonogrphischer Leberbefunde. Das Werk ist daher optimal geeignet zum Vertiefen von vorhandenem Wissen und zum Nachschlagen bei Problemfällen.

Die Gliederung des Buches ist durchgehend klar: Anatomie, diffuse Parenchymveränderungen, Gefäßbefunde, fokale Leberbefunde und Kontrastmitteleinsatz. Die meisten Kapitel sind von einer Darstellung der Befundkriterien am Anfang und einer Synopse am Ende eingerahmt. Die Synopse kann dem schnellen Leser ein Kompass sein, um leichter zu der möglichen sonographischen Differenzialdiagnose zu finden.

Das große Kapitel "Kontrastmitteleinsatz" ist im Prinzip ein Buch für sich, was sich auch im eigenen strengen Layout erkennen lässt. Für den Rezensenten ist dies der wertvollste Teil, denn hierzu ist bisher kein Werk auf dem Markt und jeder, der Kontrastmittelsonographie betreibt, kann von der unvergleichlichen Erfahrung des Autors profitieren. Am Ende des Buches finden sich eine umfassende Bibliographie und ein extrem umfangreiches Stichwortverzeichnis.

Kritisches lässt sich nur wenig anmerken. Die Bildüberschriften am Rand sind gewöhnungsbedürftig, vielleicht handelt es sich hier auch um eine Verlagsmarotte. Zwar wird man erfreulicherweise nicht mit schematischen Zeichnungen überhäuft, aber hin und wieder wäre ein erklärendes Schema hilfreich.

Bei diesem Buch handelt es sich um das sonographische Lebenswerk des Autors, der sich über Jahre intensivst mit der Lebersonographie auseinander gesetzt hat. Jeder, der sich mit der Lebersonographie oder der Kontrastmittelanwendung beschäftigt, wird auf dieses Buch nicht verzichten können. Es ist das Beste, was dazu derzeit zu finden ist."

aus Deutsches Ärzteblatt 14/06